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Wolkenbildung

Die Wolkenbildung
Wolken sind der auffälligste Teil des Wettergeschehens, den jeder beobachten kann. Aus dem eigentlich unsichtbaren Wasserdampf können dekorative Postkarten-Wölkchen, aber auch schwarze Wolken einer Unwetterfront entstehen.


Wie die Wolken entstehen
Wolken entstehen, sobald die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist. Die relative Luftfeuchtigkeit erreicht dann 100 Prozent. Im Wesentlichen führen drei Prozesse in der Atmosphäre zur Abkühlung von Luftmassen und damit zur Sättigung.

  • das Aufsteigen von Warmluftblasen an einem Ort: Cumuluswolken
  • das Aufsteigen von Luft an einem Gebirge: Staubewölkung
  • das Aufsteigen warmer Luft an den Fronten eines Tiefs.

Die im letzten Fall auftretende ganze Palette an Wolken können wir öfters beobachten, ähnlich wie bei diesem Schema.

 

Die leichtere Warmluft gleitet auf der vor dem Tief lagernden Kaltluft auf und bringt mit zunehmend dichteren hohen, später mittelhohen Wolken die typische Eintrübung.

Im Bereich der Warmfront fällt aus dicker grauer Schichtbewölkung Niederschlag. Im Warmsektor zeigt sich bei aufgelockerter Bewölkung zeitweise die Sonne.

 

Die nachfolgende schwerere Kaltluft schiebt sich unter die Warmluft. Durch das kräftige Anheben bilden sich an der Kaltfront mächtige dunkle Schauer- und auch Gewitterwolken. Im Bereich der Kaltluft folgen auf einige Schauer bald sonnige Abschnitte und gute Sicht: das berühmte "Rückseitenwetter".


Die Luftfeuchtigkeit
Wolken sind an Luftfeuchtigkeit gebunden. Meist wird sie als relative Luftfeuchtigkeit bezeichnet und in Prozent angegeben. Die relative Luftfeuchtigkeit entspricht dem Verhältnis der aktuellen Wasserdampfmenge in der Luft verglichen mit der maximal möglichen, welche die Luft aufnehmen kann.
Warme Luft kann mehr Wasserdampf bis zur Sättigung aufnehmen als kalte Luft.
So enthält etwa trockenheisse Saharaluft (mit 34° und 20% ) genau so viel Wasserdampf wie kühle Meeresluft auf dem europäischen Festland (mit 7° und 100%)!

Wird der Sättigungsgrad von 100% überschritten, so wird die überschüssige Feuchtigkeit in Form von Tau, Nebel oder Wolken sichtbar, aber beispielsweise auch als Kondenswasser auf einem kalten Getränkeglas.

 
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