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Wetterstation / Wettervorhersage

Wetterstation und die Wettervorhersage
Auf dem Schwäbrig oberhalb von Gais hatte der private Wetterdienst MeteoGroup Schweiz bis 2013 ihren Hauptsitz (heute Appenzell). Neben der kontinuierlichen Wetterüberwachung dank eines eigenen dichten Messnetzes entstanden hier oben auch Prognosen für zahlreiche Zeitungen, Radio- und Fernsehstationen sowie weitere meteorologische Dienstleistungen.


Die Wetterstationen
Trotz Wetterradar und Satelliten: Wetterstationen sind immer noch sehr wichtig.
Die Messdaten fliessen im 5-Minuten-Takt in die MeteoGroup Rechenzentren ein.
Damit die Wetterbeobachtungen weltweit vergleichbar sind, hat die UNO Organisation für Wetter (WMO mit Sitz in Genf) Richtlinien definiert, wie Messungen von Temperatur, Sonnenschein, Wind usw. zu erfolgen haben. Der Standort sollte wie hier möglichst frei und repräsentativ für die Umgebung sein.

 

Im weissen Holzkasten (1) - lange Jahre Markenzeichen von Wetterstationen - wurde geschützt vor Wetter und Sonnenstrahlen in rund zwei Meter Höhe die Lufttemperatur und Feuchtigkeit gemessen. Heutzutage werden meistens in kleineren Gehäusen (2), die künstlich belüftet sind, Temperatur und Feuchte elektronisch erfasst.


Der Sensor für die Temperatur in Bodennähe befindet sich an dem Masten daneben (3). Der zylindrische Regenmesser (4) registriert automatisch den Niederschlag, dank Heizung auch im Winter.

 

Die Gesamtschneehöhe wird am Schneepegel (5), die Neuschneehöhe mittels eines Schneebretts (6) durch den Beobachter erfasst.


Für die Messung der Sonnenscheindauer wird hier noch die klassische Glaskugel (7) benutzt, die auf einen Kartonstreifen eine Spur einbrennt. Aus der Länge der Brennspur lässt sich die Sonnenscheindauer bis auf eine zehntel Stunde genau ablesen. Elektronisch wird die Sonnenscheindauer beispielsweise mit einem CSD3 Sensor gemessen. Die Definition von der Sonnenscheindauer, als Zeit während der die direkte Sonnenstrahlung 120 W/m² überschreitet, wird bei diesem Messverfahren verwendet. Drei Photodioden berechnen somit wann es sonnig ist und wann nicht.


Die MeteoSchweiz nutzt beispielsweise das Messgerät SPN-1, welches die Sonnenscheindauer und die kurzwellige Einstrahlung misst. Dabei werden sieben unabhängige schwarze Kunststoff konstruktionen unterschiedlich von der Sonne beschienen, woraus die Sonnenscheindauer und die direkte und diffuse Strahlung (Strahlung, die nicht auf geradlinigem Weg von der Sonne auf den Beobachtungspunkt fällt) bestimmt wird.


Die Vorhersage
Bei MeteoGroup arbeiten Diplom-Meteorologen. Ihre Aufgabe ist es, die abstrakten Hochrechnungen der Wettercomputer in präzise und verständliche Wetterprognosen für die Kunden umzusetzen.

 

Dazu stehen modernste Hilfsmittel zur Verfügung inklusive eines Fernsehstudios mit Satellitenverbindung für Live-Übertragungen in die ganze Welt.

 

 
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